Refugees welcome

Mallorca könnte die Antwort auf die Frage sein, wie Deutschland die große Zahl an Flüchtlingen in den kommenden Monaten unterbringen soll.(Foto: IB3)

In der Mallorca Zeitung schrieb Andreas Kunze: „Angesichts ihrer gigantischen Hotelkapazitäten wäre es für die Insel kein Problem, ab November und bis zum Start der kommenden Saison rund 250.000 Flüchtlinge zu beherbergen“. Tatsächlich hat sich die Inselregierung großzügig dazu bereit erklärt, 300 Flüchtlinge aufzunehmen.

In einem ersten Schritt wurde dazu eine ehemalige Jugendherberge, die seit Jahren leerstand, an der Playa de Palma umgebaut. Auch hier gibt es viele Menschen, die der Meinung sind, es könnten gerne viel mehr sein. Mit Botschafen wie „Wir sind alle Flüchtlinge“ machte ein Dutzend Aktivisten im September am Strand von Can Pere Antoni in Palma auf das Flüchtlingsdrama aufmerksam. Das Bistum Mallorca, die Caritas oder der Katholische Schulverband entwickelten Ideen, wo sie Flüchtlinge unterbringen wollen würden. Und selbst die Vereinigung der Hoteliers versprach „konkrete Maßnahmen zur Solidarität und Unterbringung“ der Flüchtlinge in den Hotels, falls die Balearen-Regierung konkrete Hilfsmaßnahmen beschließt.

Bislang ist die Zahl derjenigen, die sich in dem im September eingerichteten Bündnis „Mallorca terra d´acollida“ (in etwa: Mallorca als Zufluchtsort) engagieren möchten weit größer als die Zahl der Flüchtlinge. Vorrangiges Ziel sei es, die spanische Regierung zu mehr Solidarität zu verpflichten, damit mehr Flüchtlinge als bislang geplant in Spanien aufgenommen werden.

Ich selber war in der vergangenen Woche während meines Aufenthaltes in Deutschland in einem Flüchtlingsheim: In Essen, um dort eine Ladung gesammelter Spenden wie Kleidung, Küchengeräte, Fernseher, etc. von meiner Freundin Vera abzugeben. In dem Heim mit ca. 50 Familien diverser Nationalitäten kam mir als erstes auf dem Flur eine Horde Kinder entgegen, die an mir ihre Deutsch-Kenntnisse ausprobierten: „Hallo“, „Wie geht“, „Guten Tag“,… Viele der Flüchtlinge wären sicherlich lieber auf Mallorca als in Deutschland, denn ein junger Mann, mit dem ich kurz ins Gespräch kam, meinte, es sei sehr kalt (ich habe das zunächst einmal nur auf die Temperaturen in Deutschland bezogen).

Das Foto oben stammt übrigens von einer Demonstration von 200 Aktiven des o.g. Bündnisses vor dem Rathaus. Demnächst werde ich dabei sein…

 

 


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